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Psychiatrie in Deutschland - Bundesländervergleich | Drucken |
Beschluss der 80. Gesundheitsministerkonferenz der Länder vom 5.6.2007

Psychiatrie in Deutschland - Strukturen, Leistungen, Perspektiven

Zitat von "http://www.gmkonline.de/?&nav=beschluesse_80&id=80_10.02":

"Die Gesundheitsministerkonferenz hat einstimmig beschlossen:

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder nehmen den Bericht der AOLG/AG Psychiatrie "Psychiatrie in Deutschland – Strukturen, Leistungen, Perspektiven" zur Kenntnis und danken für die ausführliche Darstellung der gegenwärtigen psychiatrischen Versorgungssituation.

Sie stellen fest, dass die psychiatrischen Versorgungsstrukturen in Deutschland inzwischen – bei länderspezifischen Besonderheiten – ein hohes Niveau und eine hohe Effizienz erreicht haben, die in vielen Bereichen eine moderne psychiatrische Versorgung gewährleisten.

Dennoch ist es bis heute nicht gelungen, die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen aufzuheben. Diese gesellschaftliche Aufgabe der Entstigmatisierung kann von der Psychiatrie allein nicht bewältigt werden, sondern bedarf weiterhin großer Anstrengungen aller gesellschaftlich relevanten Kräfte. In diesen Prozess sind auch Angehörige, Psychiatrie-Erfahrene und Selbsthilfeorganisationen einzubinden.

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren sehen im Erhalt und in der Wiederherstellung seelischer Gesundheit ein zentrales Anliegen der deutschen Gesundheitspolitik und unterstützen ausdrücklich diesbezügliche Aktivitäten. Die Analyse der gegenwärtigen Strukturen und die Handlungsempfehlungen im Bericht der AOLG/AG Psychiatrie gibt hierzu eine wichtige Orientierungshilfe. Es lassen sich daraus Vorschläge und Strategien zur strukturellen Weiterentwicklung ableiten. Dies gilt insbesondere für

  • die Versorgungsunterschiede zwischen Stadt und Land,
  • die nicht ausreichende Präzisierung der Gemeinsamkeiten und der speziellen Unterschiede der psychiatrischen und der psychotherapeutischen Versorgung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich inklusive der Fragen der Wissenschaftlichkeit und der Verbesserung der Qualitätssicherung der Behandlungsverfahren und
  • die unzureichende Verknüpfung von Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie und Jugendhilfe bis hin zur Prüfung inwieweit kinder- und jugendpsychiatrische und pädiatrische Versorgung angesichts der demografischen Entwicklung einer neuen gemeinsamen Struktur bedürfen.

Deshalb empfehlen die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren, die Weiterentwicklung des psychiatrischen Versorgungssystems an den Handlungsempfehlungen des Berichts auszurichten.

Sie beauftragen die AOLG/AG Psychiatrie, bis 2008 der GMK einen Vorschlag zu unterbreiten, welche Schwerpunktthemen in dem nächsten Bericht mit welcher Fragestellung bearbeitet werden sollen. Weiter soll ein Vorschlag zu einem reduzierten Datensatz erarbeitet werden.

Anlagen:

Letzte Aktualisierung ( Montag, 24. September 2007 )
 
Geschlossene Einrichtungen für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen | Drucken |

Geschlossen stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Im Rahmen des Rechercheservices werden regelmäßig Anfragen zum Thema Versorgungsangebote bearbeitet, da sich viele Anbieter (noch) nicht in den Psychiatriewegweiser eingetragen haben bzw. weil es in Berlin/Brandenburg entsprechende Angebote nicht gibt.  Schon mehrfach wurde nach Einrichtungen gefragt, die eine geschlossene Unterbringung für Klienten (meist Kinder/Jugendliche bzw. junge Erwachsene) anbieten, die nicht krankheits- und behandlungseinsichtig sind, sich nicht (freiwillig) betreuen lassen wollen, die aus allen Betreuungskontexten herausgefallen sind und die u.a. durch Drogenmißbrauch, Selbst - oder Fremdgefährdung, Delinquenz, Verwahrlosungstendenzen oder durch ein krankheitsbedingt verändertes Verhalten auffallen. 

Gerne kann an im Forum über die Risiken und Chancen von geschlossener Unterbringung kontrovers diskutiert werden, es soll  an dieser Stelle aber nur das Anliegen aufgegriffen und eine Liste solcher Einrichtungen bereitgestellt werden. Ich will gleich vorwegnehmen, dass ich trotz längerer Recherche nur 3 Einrichtungen finden konnte, die alle nicht in Berlin oder Brandenburg angesiedelt sind. Sollten Ihnen noch weitere Einrichtungen bekannt sein, bitte ich um Zusendung der Kontaktdaten, damit ich die Liste erweitern kann. Ich will auch gleich vorwegschicken, dass diese Einrichtungen trotz eines recht hohen Tagessatzes (immerhin 220-250 Euro/d) überdimensional stark ausgelastet sind, die Anfrage also bei weitem das Angebot an Plätzen übersteigt. 

Weiter zur Liste 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 15. September 2007 )
 
Tageskliniken in Berlin | Drucken |
In der Service/Download/Telefonlisten -Rubrik wurde auf Nachfrage eine Liste mit den Adressen und Telefonnummern aller berliner (psychiatrischer) Tageskliniken eingestellt. Die Liste enthält evt. nicht alle privaten Anbieter (Abrechnung über private Kassen).
Es wurde (über den Recherchesservice) auch eine Liste mit Tagesstätten angefragt, diese wird in nächster Zeit erscheinen. Die aufgelisteten Angebote finden sich natürlich auch in den entsprechenden Rubriken des Wegweisers auf dieser Seite, größtenteils aber leider ohne eine Beschreibung des genauen Angebotes bzw. der Details der Einrichtung.
Es wäre natürlich toll, wenn sich die aufgelisteten Anbieter noch mit den Details ihres Angebotes im Psychiatriewegweiser eintragen. Doch gut Ding braucht ja bekanntlich immer Weile...
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 22. August 2007 )
 
Vorsicht Wasserpfeife | Drucken |
Vorsicht Wasserpfeife

Wasserpfeifen sind seit einigen Jahren unter Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Gleichzeitig besteht eine große Unkenntnis von den mit dem Wasserpfeifenkonsum verbundenen Gesundheitsgefahren. Daher hat die Plan- und Leitstelle Gesundheit des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Schülerinnen und Schüler befragt und Shisha-Lokale des Bezirks untersucht. Die Ergebnisse können in der Studie „Vorsicht Wasserpfeife“ nachgelesen werden.
Die Studie kann kostenlos erhalten werden bei:

Plan- und Leitstelle Gesundheit
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Müllenhoffstr. 17, 10967 Berlin
Tel.: 030-74755922
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 25. Juli 2007 )
 
Jugendliche mit "canabisbezogenen" Problemen | Drucken |

Der Cannabiskonsum von Jugendlichen und (jungen)Erwachsenen stellt die Hilfesysteme (Drogenhilfe, Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen (§§ 53/54 SGB XII), Hilfen für Jugendliche und junge Erwachsene (SGB VIII), Hilfen in besonderen Lebenslagen (§67 SGB XII)) vor neue Aufgaben:

Bis heute liegen in Europa wenige Erkenntnisse darüber vor, mit welchen therapeutischen Angeboten Cannabisabhängige besonders wirksam behandelt werden können. Dies gilt insbesondere für die Behandlung jugendlicher Cannabiskonsumenten.

Mit der internationalen Studie "INCANT" soll nun die Wirksamkeit eines Behandlungsansatzes bei Jugendlichen Konsumenten, die Methode „Multidimensionale Familientherapie“ (MDFT), auf Ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

Interessierte Jugendliche und Familienangehörige können in die Behandlungsstudie aufgenommen werden, nachdem von dem Aufnahmeteam die Zugangskriterien geprüft sind und eine Eingangsuntersuchung stattgefunden hat.

Näheres dazu finden Sie im Bereich Service/Downloads/

In diesem Zusammenhang sei auch noch mal auf die Angebote des Drogennotdienstes Berlin hingewiesen, der für Cannabisabhängige das Selbsthilfeprojekt Grasshopper aufgelegt hat:
Im Rahmen dieses Projektes treffen sich  motivierte „Aussteiger regelmäßig in den Räumen des Drogennotdienstes (DND)“, um sichauszutauschen, sich gegenseitig bei der Reduzierung des Drogenkonsums zuunterstützen sowie bei der Bewältigung von Alltagssorgen zur Seite zu stehen.

 

 
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